Angel Juicer 7500 Erfahrungen: Wie gut ist er im Alltag?

Wie gut ist der Angel Juicer 7500 im Alltag wirklich? Wir nutzen den Edelstahl-Entsafter häufig und haben einen typischen Entsaftungsdurchgang dokumentiert – von den Zutaten über Saft und Trester bis zur Reinigung.

Der Angel Juicer 7500 ist groß, schwer und hochpreisig. Deshalb interessiert uns vor allem, was im Alltag zählt: Wie unkompliziert ist er zu benutzen, wie verhält er sich mit unterschiedlichen Zutaten, wie trocken ist der Trester und wie aufwendig ist die Reinigung?

Wir verwenden ihn häufig für Karotten, Äpfel, Birnen, Sellerie, Gurke und Fenchel, ergänzt durch kleine Mengen Ingwer oder Zitrone.

Einen kompakten Einblick in unseren typischen Juicing-Alltag findest du auch im Journal.

Angel Juicer 7500 aus Edelstahl neben Karotten, Äpfeln, Birnen, Rote Bete, Sellerie und Ingwer

Kurzfazit der Redaktion

Unser Eindruck
Bei unserer regelmäßigen Nutzung bleiben vor allem die Verarbeitung und das Materialgefühl hängen: sehr viel Edelstahl, massive Presskomponenten, Holzstopfer. Das Entsaften selbst empfinden wir als angenehm taktilen Vorgang, der Saft schmeckt uns ausgezeichnet, und der Trester ist auffallend trocken.
Besonders geeignet für
Menschen, die wirklich regelmäßig entsaften, Wert auf Verarbeitung und Materialien legen, den Vorgang selbst mögen – und bereit sind, dafür deutlich mehr zu investieren.
Weniger geeignet für
Gelegenheitsentsafter, preisbewusste Käufe und alle, die einfach ein einfaches Gerät für ab und zu einen Saft suchen.
Verarbeitung
Der stärkste Eindruck aus unserer Nutzung. Der hohe Edelstahlanteil und die hölzernen Zubehörteile lassen den Angel ungewöhnlich massiv und hochwertig wirken.
Reinigung
In unserer Erfahrung gut handhabbar: auseinanderbauen, kurz abspülen, geeignete Teile in die Spülmaschine – bei uns ca. 4 Minuten. In feinen Edelstahlbereichen bleiben gelegentlich kleine Fasern hängen.
Preis-Leistung
Der Angel ist außerordentlich teuer und damit nicht automatisch für alle sinnvoll. Für gelegentliches Entsaften ist die Investition kaum zu begründen. Wer regelmäßig entsaftet, den Vorgang mag und Verarbeitung sowie Materialien hoch gewichtet, kann den Preis nachvollziehen.
Unser Fazit
Wir nutzen den Angel 7500 gern. Verarbeitung, Edelstahlbauweise, einfacher Aufbau, angenehmer Arbeitsablauf, für uns ausgezeichnet schmeckender Saft und sehr trockener Trester sind die Gründe dafür. Der außergewöhnlich hohe Anschaffungspreis bleibt der Grund, warum wir ihn nicht pauschal empfehlen.

Wir vergeben bewusst keine Punktzahlen oder Sterne. Was hier steht, beruht auf unserer eigenen Nutzung.

Unser dokumentierter Entsaftungsdurchgang

Für diesen Test haben wir 1.032 g vorbereitetes Obst und Gemüse durch den Angel gegeben. Das Ergebnis in diesem Durchgang: rund 800 ml Saft und 151 g Trester.

Zutaten in diesem Test

Gurke
197 g
Karotten
318 g
Äpfel
358 g
Birne
116 g
Zitrone
40 g
Ingwer
3 g
Zutaten gesamt
1.032 g
Saft
ca. 800 ml
Trester gesamt
151 g

Diese Werte stammen aus einem einzelnen dokumentierten Durchgang in unserer eigenen Küche und sind kein standardisierter Labortest. Da wir den fertigen Saft in Millilitern und nicht nach Gewicht gemessen haben, berechnen wir daraus bewusst keine prozentuale Saftausbeute.

Angel Juicer 7500 mit Karotten, Äpfeln, Birne, Gurke, Zitrone und Ingwer vor dem Entsaften
Messbecher mit rund 800 ml frisch gepresstem Saft vor dem Angel Juicer 7500
Glas und Messbecher mit orangefarbenem Saft vor dem Angel Juicer 7500

Wie lange dauert das Entsaften?

Aufbau
ca. 50 Sekunden
Vorbereitung von Obst und Gemüse
ca. 15 Minuten
Entsaften
ca. 5 Minuten
Auseinanderbauen, kurz abspülen, Spülmaschine
ca. 4 Minuten

Insgesamt rechnen wir bei uns für einen solchen Durchgang mit ungefähr 25 Minuten. Der größte Teil davon ist allerdings die Vorbereitung der Zutaten – der Angel selbst braucht vergleichsweise wenig aktive Zeit.

Bei der Vorbereitung bin ich eher gründlich und schäle viele Zutaten zusätzlich. Wer Obst und Gemüse lediglich wäscht und bei Bedarf zuschneidet, kann entsprechend schneller sein.

Wie trocken ist der Trester?

Den Trester haben wir in diesem Durchgang gewogen. Insgesamt kamen 151 g Trester zusammen.

ZutatAusgangsmengeTrester
Karotten318 g67 g
Äpfel358 g27 g
Birne116 g10 g
Zitrone, Ingwer & Gurke–5 g (zusammen)

Die Einzelwerte ergeben nicht die vollen 151 g, weil nicht jede Zutat separat gewogen wurde.

Besonders der Karottentrester kommt bei uns auffallend trocken heraus. Das ist unser Eindruck aus der Nutzung, keine wissenschaftliche Messung der Pressleistung.

Gewogener Trester aus unserem Angel Juicer 7500 Test: gesamt 151 g, Karotte 67 g, Apfel 27 g, Birne 10 g

Trester weiterverwenden

Trester muss nicht zwangsläufig im Müll landen. Die 151 g aus diesem Test haben wir anschließend zu einem Kuchen verarbeitet. Ein eigenes Rezept dazu könnte später folgen.

Trester aus dem Angel Juicer wird mit weiteren Zutaten zu einem Kuchen verarbeitet – vom Teig bis zum fertigen Stück

Lautstärke

Wir empfinden den Angel beim Entsaften als angenehm ruhig. Das ist unser persönlicher Eindruck – eine technische Lautstärkemessung haben wir nicht durchgeführt.

Mehr als Saft – Nussmilch

Ein interessanter zusätzlicher Einsatzbereich ist hausgemachte Nussmilch. Der Angel kann auch dafür verwendet werden. Wie gut das in der Praxis funktioniert, werden wir separat testen und in einem eigenen Artikel dokumentieren.

Warum Angel? Was die Bauweise unterscheidet

Zwillings-Presskolben statt Einzelschnecke

Die meisten Slow Juicer arbeiten mit einer einzelnen Presschnecke, die das Pressgut gegen ein Sieb drückt. Angel setzt auf zwei gegenläufige Presswalzen, zwischen denen das Pressgut zunächst zerkleinert und anschließend ausgepresst wird. Dieses Twin-Gear-Prinzip ist der Kern der Baureihe.

Langsam pressen statt schnell schneiden

Mit 82 Umdrehungen pro Minute zählt der 7500 zu den langsam laufenden Geräten. Zentrifugen-Entsafter arbeiten um Größenordnungen schneller. Ein niedrigeres Drehzahlniveau bedeutet weniger Wärmeentwicklung und weniger Lufteintrag beim Pressen.

Edelstahl und Holz statt Kunststoff

Gehäuse und Presswalzen bestehen aus Edelstahl – beim 7500 aus SUS304 (18/8). Das erklärt einen großen Teil des Gewichts von rund 9,4 Kilogramm und der aufwendigen Konstruktion. Bei vielen Wettbewerbsgeräten sind tragende Teile aus Kunststoff.

In unserer Nutzung ist genau das der auffälligste Unterschied im Gebrauch: Die Presskomponenten wirken sehr massiv, die Stopfer, mit denen wir das Pressgut nachführen, sind aus Holz, und die einzigen Kunststoffteile, die wir regelmäßig in der Hand haben, sind die Reinigungsbürsten. Diese Kombination aus Stahl und Holz mögen wir sehr – sie ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Bedienung anders anfühlt als bei einem gewöhnlichen Küchengerät.

Wofür die Maschine gedacht ist

Der Importeur nennt ausdrücklich hartes Pressgut wie Karotten und Rote Beete, weiches Pressgut wie Ananas, Orangen und Tomaten sowie chlorophyllhaltiges Pressgut wie Weizengras, Kräuter, Salate, Spinat und Sprossen. Der Entsaftungs-Vorsatz besteht aus vier Teilen, eine automatische Rücklauffunktion greift bei Überfüllung.

Wir verzichten bewusst auf gesundheitsbezogene Aussagen. Angaben wie „erhält alle Nährstoffe“ oder „entgiftet den Körper“ finden sich häufig im Handel, sind aber in dieser Form nicht belegt – und stehen deshalb nicht auf dieser Seite.

Technische Daten

Entsaftungsmethode
Zwillings-Presskolben (twin gear)
Geschwindigkeit
82 Umdrehungen pro Minute
Leistung
180 Watt, luftgekühlter Motor
Gehäuse & Presswalzen
Edelstahl SUS304 (18/8)
Gewicht
ca. 9,4 kg
Maße (B × H × T)
194 × 261 × 505 mm
Entsaftungs-Vorsatz
4 Teile
Auffangbehälter
1 Liter, Glas
Besonderheit
Automatische Rücklauffunktion bei Überfüllung
Garantie
10 Jahre Motor, 2 Jahre Teile (Importeur LUBA)

Quelle: Angaben des deutschen Importeurs LUBA GmbH, geprüft am 4. September 2026. Lautstärke in Dezibel und eine prozentuale Saftausbeute nennen wir nicht – beides haben wir nicht gemessen.

Angel Juicer 7500 mit einem Glas frischem Karottensaft, Karotten, Äpfeln, Birnen, Sellerie und Ingwer

Unsere Erfahrung mit dem Angel Juicer 7500

Die folgenden Abschnitte beruhen ausschließlich auf unserer eigenen, regelmäßigen Nutzung. Was wir nicht gemessen haben, geben wir auch nicht als Messwert aus.

Aufbau & erster Eindruck

Das Zusammensetzen der Entsaftungsteile empfinden wir als sehr einfach – im Alltag ist das kein Punkt, über den man nachdenkt.

Der erste Eindruck ist ungewöhnlich wertig: viel Edelstahl, spürbar massive Bauteile, dazu die hölzernen Stopfer. Diese Kombination aus Stahl und Holz ist für uns ein wesentlicher Teil des Charakters dieser Maschine.

Bedienung

Wir schneiden Obst und Gemüse in passende Stücke, geben ein bis zwei davon hinein, führen sie mit dem Holzstopfer nach und legen die nächsten Stücke nach, während die vorherigen fast durch sind.

In diesem Rhythmus geht es überraschend zügig – 82 U/min klingt langsamer, als sich die Nutzung tatsächlich anfühlt. Bei unserer bisherigen Nutzung ist der Angel 7500 noch nicht verstopft.

Saftqualität

Der Saft schmeckt uns ausgezeichnet. Dazu trägt allerdings nicht nur die Maschine bei: Wir verwenden überwiegend hochwertiges Bio-Obst und -Gemüse, möglichst aus der Region.

Frisch gepresst und aus guten Zutaten – diese Kombination macht für uns den Unterschied aus.

Trester

Der zurückbleibende Trester wirkt bei uns auffallend trocken, besonders bei Karotten. Die gewogenen Werte aus unserem dokumentierten Durchgang findest du weiter oben.

Den Trester werfen wir nicht immer weg: Aus den 151 g unseres Testdurchgangs ist ein Kuchen entstanden.

Lautstärke

Wir empfinden den Angel beim Entsaften als angenehm ruhig – ein persönlicher Eindruck, keine technische Messung.

Bei Karotten gibt es sogar einen Moment, den wir überraschend gern mögen: das deutliche Knacken, wenn die Presswalzen das harte Gemüse greifen.

Reinigung

Unser Ablauf: zerlegen, kurz abspülen, die dafür geeigneten Teile in die Spülmaschine – bei uns ca. 4 Minuten.

Die Holzteile geben wir nicht in die Spülmaschine. Und: Ganz perfekt bekommen die Bürsten nicht jeden winzigen Faserrest heraus – gelegentlich bleiben Kleinstreste an einzelnen Stellen. Für uns ist das kein relevantes Problem, es sollte aber niemanden überraschen.

Alltagstauglichkeit

Einfacher Aufbau, ein flüssiger Arbeitsablauf und eine überschaubare Reinigungsroutine führen bei uns dazu, dass die Maschine tatsächlich benutzt wird – mit einer breiten Auswahl an Obst und Gemüse.

Entsaften ist bei uns eher Ritual als Pflichtübung. Genau deshalb steht der Angel dauerhaft griffbereit.

Angel Juicer 7500 mit grünem Saft, Sellerie, Gurke, Apfel, Zitrone, Spinat und Ingwer
Angel Juicer 7500 mit rotem Saft aus Rote Bete, Karotten, Äpfeln, Birnen, Sellerie und Ingwer

Beispiele aus unserer Küche: Was wir oft entsaften

Diese Liste beschreibt, was in unserem Haushalt tatsächlich durch den Angel gegangen ist. Konkrete Mengen nennen wir nur für unseren dokumentierten Durchgang weiter oben.

Karotten mit Grün auf einer sonnigen Steinarbeitsplatte

Karotten

Bei uns das Pressgut mit dem auffallend trockensten Trester – und der Rest, aus dem in unserer Familie schon Karottenkuchen entstanden ist.

Rote und grüne Äpfel, teils halbiert, auf einer Küchenarbeitsplatte

Äpfel

Regelmäßig im Einsatz, meist als Basis für Mischsäfte. Äpfel mit Karotten ist die Kombination, die unsere kleine Tochter am liebsten mag.

Frischer Staudensellerie auf einer sonnigen Steinarbeitsplatte

Sellerie

Faseriges Pressgut, das wir häufig verarbeiten – bislang ohne Verstopfen in unserer Nutzung.

Fenchelknollen mit Grün auf einer sonnigen Steinarbeitsplatte

Fenchel

Nutzen wir in Mischsäften; hat in unserer bisherigen Nutzung problemlos funktioniert.

Rote Bete mit Blättern auf einer Steinarbeitsplatte

Rote Bete

In Salaten und klassischen Gerichten mögen wir Rote Bete ehrlich gesagt nicht besonders. Im Mischsaft dagegen sehr gern – dadurch landet sie bei uns überhaupt erst regelmäßig auf dem Tisch.

Frische Ingwerknollen auf einer sonnigen Steinarbeitsplatte

Ingwer

Kleine Mengen als Würzung in nahezu allen unseren Mischsäften.

Was uns gefällt – und was nicht

Was uns gefällt

  • Massive Edelstahlkonstruktion.
  • Trockener Trester, besonders auffällig bei Karotten.
  • Unkomplizierte Bedienung, sobald man den Ablauf kennt.
  • Nach unserem Empfinden angenehm ruhig.
  • Relativ schneller Auf- und Abbau.
  • Geeignete Teile dürfen in die Spülmaschine.
  • Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten wie Nussmilch.

Was uns weniger gefällt

  • Groß.
  • Schwer.
  • Braucht idealerweise einen festen Platz in der Küche.
  • Feine Edelstahlbereiche brauchen manchmal zusätzliche Reinigung.
  • Hohe Investition im Premium-Preissegment.

Für wen lohnt sich der Angel Juicer 7500?

Passt wahrscheinlich

  • Haushalte, die mehrmals pro Woche entsaften und die Maschine dauerhaft auf der Arbeitsfläche stehen lassen können.
  • Menschen, die viel hartes oder faseriges Pressgut verarbeiten – Karotten, Rote Bete, Sellerie, Weizengras.
  • Käuferinnen und Käufer, die bewusst in Edelstahl statt Kunststoff investieren und ein Gerät über viele Jahre nutzen wollen.
  • Wer den Vorgang selbst mag und bereit ist, für Verarbeitung und Materialien deutlich mehr auszugeben.

Passt eher nicht

  • Gelegentliches Entsaften, etwa ein- bis zweimal im Monat: Dafür ist der Anschaffungspreis in Relation zur Nutzung hoch.
  • Preisbewusste Käuferinnen und Käufer, die schlicht ein solides Gerät für gelegentlichen Saft suchen.
  • Sehr kleine Küchen ohne feste Stellfläche – rund 9,4 kg räumt man nicht nebenbei weg.
  • Wer vor allem Smoothies statt Saft möchte: Dafür ist ein Mixer das passende Gerät.

Für gelegentliches Entsaften ist die Maschine technisch geeignet, wirtschaftlich aber schwer zu begründen: Ein Gerät dieser Preisklasse spielt seine Bauweise erst bei regelmäßiger Nutzung über Jahre aus.

Wie der Angel bei uns zu Hause genutzt wird

Rote Bete mögen wir in Salaten und klassischen Gerichten ehrlich gesagt nicht besonders. Im Mischsaft dagegen sehr gern – seit der Angel bei uns steht, landet sie überhaupt erst regelmäßig auf dem Tisch. Für uns ist das der praktischste Nebeneffekt der Anschaffung: Das Spektrum an Gemüse, das wir tatsächlich zu uns nehmen, ist breiter geworden.

Außerdem presse ich gern frischen Saft für unsere kleine Tochter; Apfel mit Karotte ist ihre Lieblingskombination. Das ist eine persönliche Vorliebe und keine Empfehlung an andere Eltern: Ich mag es einfach, die Zutaten selbst auszusuchen, sie frisch zu verarbeiten und genau zu wissen, was im Glas ist – auch dann, wenn ein gekaufter Saft als hochwertig ausgelobt wird.

Glas mit frisch gepresstem grünen Saft vor dem Angel Juicer 7500, daneben Grapefruit, Zitrone und Minze

Angel 7500 im Vergleich zu den anderen Angel-Modellen

ModellMaterialMerkmalePasst zu
Angel Juicer 5500EdelstahlEinstiegsmodell der BaureiheWer die Angel-Bauweise ohne Zusatzfunktionen möchte
Angel Juicer 7500SUS304 (18/8)Zwillings-Presskolben, 82 U/min, 180 W, Auto-Rücklauf, DrucksensorRegelmäßiges Entsaften im Privathaushalt
Angel Juicer 8500SSUS316 (18/10)Baugleich zum 7500, härterer EdelstahlWer die höchste Materialstufe der Baureihe will

Der wesentliche Unterschied zwischen 7500 und 8500S ist laut Importeur ausschließlich der Edelstahl: SUS304 gegenüber dem härteren SUS316. Presswerk, Drehzahl, Leistung, Maße und Gewicht sind identisch. Beim 5500 nennt der Importeur die genaue Edelstahlgüte nicht.

Angel vs. Kuvings: Worauf es im Vergleich ankommt

In unserer Küche stehen beide Maschinen: ein Angel Juicer und ein Kuvings. Für einen belastbaren Direktvergleich wären identische Zutaten und Mengen sowie dokumentierte Werte zu Saftmenge, Trester, Vorbereitung, Bedienung und Reinigung nötig. Solche Vergleichsergebnisse nennen wir hier bewusst nicht, weil wir sie noch nicht erhoben haben.

Reinigung: Was tatsächlich anfällt

Nach dem Entsaften bauen wir den Angel auseinander, spülen die Teile kurz ab und geben die dafür geeigneten in die Spülmaschine. Das dauert bei uns ca. 4 Minuten.

Die Edelstahlteile sind praktisch zu reinigen. In feinen Bereichen können allerdings kleine Pflanzenfasern hängen bleiben, die gelegentlich etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen. Dafür sind die mitgelieferten Bürsten hilfreich.

Die hölzernen Zubehörteile gehören nicht in die Spülmaschine.

Der Preis: Ist der Angel Juicer 7500 das wert?

Der 7500 gehört zu den außergewöhnlich hochpreisigen Slow Juicern. Eine pauschale Antwort auf die Wertfrage gibt es deshalb nicht; sinnvoll ist sie nur entlang der eigenen Nutzung.

  • Nutzungsfrequenz. Bei häufigem Entsaften verteilt sich der Preis über sehr viele Anwendungen. Bei zweimal im Monat bleibt er ein hoher Fixbetrag.
  • Bauweise. Edelstahl statt Kunststoff bei Gehäuse und Presswalzen ist der zentrale Unterschied zu günstigeren Geräten – und der Hauptgrund für Preis und Gewicht.
  • Langlebigkeit. Der Importeur gibt 10 Jahre Garantie auf den Motor und 2 Jahre auf Teile. Wie sich das Gerät über einen solchen Zeitraum verhält, lässt sich aus unserer Nutzung heraus nicht beurteilen.
  • Alternativen. Einzelschnecken-Slow-Juicer decken viele Anwendungen zu einem Bruchteil des Preises ab. Der Aufpreis lässt sich vor allem mit hartem und faserigem Pressgut und mit häufiger Nutzung begründen.
  • Erlebnis. Wir würden ergänzen: Der Vorgang selbst hat für uns einen eigenen Wert. Wer darin nichts sieht, sollte den Aufpreis nicht zahlen.

Fazit

Unser Urteil zum Angel Juicer 7500

Für uns zählt vor allem, dass wir den Angel tatsächlich häufig benutzen. Er ist schnell aufgebaut, verarbeitet die von uns verwendeten Zutaten bisher problemlos und besonders der trockene Trester fällt uns positiv auf.

Gleichzeitig ist er groß, schwer und eine erhebliche Investition. Für gelegentliches Entsaften wäre er für uns zu viel. Wer dagegen regelmäßig frische Säfte zubereitet und Wert auf eine massive Edelstahlkonstruktion und eine hochwertige Verarbeitung legt, für den ist der Angel Juicer 7500 deutlich interessanter.

Häufige Fragen

Was unterscheidet den Angel Juicer 7500 vom 8500S?
Nach Angaben des deutschen Importeurs LUBA liegt der Unterschied ausschließlich im verwendeten Edelstahl: Der 7500 nutzt SUS304 (18/8), der 8500S SUS316 (18/10). Presswerk, Drehzahl, Motorleistung, Maße und Gewicht sind bei beiden Modellen identisch.
Wie schnell dreht der Angel Juicer 7500?
Mit 82 Umdrehungen pro Minute. Das zählt zum Slow-Juicing-Bereich: Das Pressgut wird langsam zwischen zwei gegenläufigen Presswalzen ausgepresst statt zerschlagen. In unserer eigenen Nutzung fühlt sich der Ablauf trotzdem zügig an, weil kontinuierlich nachgelegt wird.
Was lässt sich mit dem Angel Juicer 7500 entsaften?
Der Hersteller nennt hartes Pressgut wie Karotten und Rote Beete, weiches Pressgut wie Ananas, Orangen und Tomaten sowie chlorophyllhaltiges Pressgut wie Weizengras, Kräuter, Salate, Spinat und Sprossen. Wir selbst nutzen ihn regelmäßig für Sellerie, Karotten, Äpfel, Birnen, Fenchel, Rote Bete und Ingwer.
Wie aufwendig ist die Reinigung?
Der Entsaftungs-Vorsatz besteht laut Importeur aus vier Teilen, die zum Reinigen abgenommen werden. Bei uns läuft das so: zerlegen, Tresterreste mit den mitgelieferten Bürsten lösen, die dafür geeigneten Teile in die Spülmaschine. Zerlegen, kurz abspülen und die geeigneten Teile in die Spülmaschine geben dauert bei uns ca. 4 Minuten.
Ist der Angel Juicer 7500 laut?
Wir empfinden den Angel beim Entsaften als angenehm ruhig. Das ist unser persönlicher Eindruck – eine technische Lautstärkemessung haben wir nicht durchgeführt.
Warum ist der Angel Juicer aus Edelstahl statt Kunststoff?
Gehäuse und Presswalzen bestehen aus Edelstahl. Das erklärt einen Teil der außergewöhnlichen Investition und des Gewichts von rund 9,4 Kilogramm – und unterscheidet die Maschine von vielen Slow Juicern, deren tragende Teile aus Kunststoff gefertigt sind.
Ist der Preis gerechtfertigt?
Das hängt von der Nutzungsfrequenz ab. Die hohe Investition ist eher für Menschen nachvollziehbar, die regelmäßig und über Jahre entsaften, als für gelegentliche Nutzung. Unsere ausführliche Einordnung steht im Abschnitt zu Preis und Wert.
Gibt es einen Rabatt auf den Angel Juicer?
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Wie lange gilt die Garantie?
Der deutsche Importeur nennt 10 Jahre Garantie auf den Motor und 2 Jahre auf Teile. Beim Kauf über andere Händler können abweichende Bedingungen gelten.

Diese Seite ist ein redaktioneller Beitrag, kein unabhängiger Labortest. Wir nutzen den Angel Juicer 7500 selbst regelmäßig; persönliche Beobachtungen sind als solche gekennzeichnet. Technische Angaben stammen von der LUBA GmbH als deutschem Importeur sowie von autorisierten Fachhändlern und wurden am 4. September 2026 geprüft. Die Mengen, Zeiten und Trester-Gewichte stammen aus einem einzelnen dokumentierten Durchgang in unserer Küche und sind kein standardisierter Labortest. Eine Lautstärkemessung, eine prozentuale Saftausbeute und quantitative Vergleichswerte nennen wir nicht.